Fahrtenbuch für historische Fahrzeuge · Österreich

Bei jedem Pickerl wird das Fahrtenbuch geprüft. Plakettl macht daraus zwei Fotos.

120 Tage. 60 am Motorrad. Plakettl zählt mit.

Historische Fahrzeuge brauchen nachvollziehbare Aufzeichnungen. Plakettl verbindet den einfachen Ablauf mit zwei Zählerfotos, dokumentierten Korrekturen und einer prüfbaren Sicherung. Der nächste Schritt ist die fachliche und praktische Abnahme im Pilot.

Kraftwagen
Motorrad

Das Problem

Eine Pflicht mit Folgen – und mit Papier gelöst

Historische Kraftwagen dürfen an 120 Tagen pro Jahr fahren, Motorräder an 60. Darüber sind fahrtenbuchartige Aufzeichnungen zu führen, drei Jahre aufzubewahren und bei der wiederkehrenden Begutachtung vorzulegen. Geprüft werden die letzten zwei vollen Kalenderjahre und das laufende.

Fehlt das Fahrtenbuch oder ist es unvollständig, setzt die Prüfstelle einen Vermerk – und die Behörde wird automatisch verständigt.

  • „technisch ausgeschlossen“Nachträgliche Veränderungen müssen bei einer App technisch ausgeschlossen oder zumindest in ihrer Reichweite dokumentiert sein. Excel ist unzulässig.
  • Teil der FahrzeugdokumenteDas Fahrtenbuch gehört zum Fahrzeug und geht beim Verkauf an die neue Besitzerin über.
  • Vor jeder FahrtDatum, Abfahrtsort und Kilometerstand – nach Fahrtende Ankunftsort und Kilometerstand.

Quelle: BMIMI, Gesamterlass historische Fahrzeuge, GZ 2026-0.379.175, Stand 22. Mai 2026, Kap. 6 und 16.7; § 34 Abs. 4 und § 57c Abs. 4d KFG 1967.

Die Lösung

Zwei Fotos pro Fahrt. Angaben prüfen, speichern.

Vor der Abfahrt

Foto vom Zähler. Die App schlägt Kilometer und Ort vor, du bestätigst die Angaben. Lücken seit der letzten Fahrt werden angezeigt; Betriebsstunden sind ebenfalls möglich.

Bei der Ankunft

Zweites Foto, Endstand und Ankunftsort bestätigen. Tatsächliche Fahrtage und Sonderfälle werden berücksichtigt; ein unklarer Zählerüberlauf erzeugt keine negativen Kilometer.

Bei der Begutachtung

Übersicht der zwei Vorjahre und des laufenden Jahres, mit Deckblatt und Fotonachweisen. Die vollständige Sicherung kann zusätzlich ohne Konto geprüft werden.

Marktvergleich

Ein klarer Schwerpunkt in einem bestehenden Markt

Fahrtage, PDFs und Korrekturprotokolle gibt es bereits. Plakettl setzt auf Zählerfotos, eine vollständige mitnehmbare Sicherung und die Prüfung gegen den Serverstand. Ob dieser Ablauf im Alltag überzeugt, ist die zentrale Pilotfrage.

PlakettlRotes PickerlOrtungplusGebundenes Buch
PreisPilot, endgültiger Tarif offen1 Fahrzeug gratis, mehrere 29 € pro JahrLaut aktuellem AngebotKauf des Buchs
ErfassungZählerfoto, Angaben bestätigenKomplette Fahrt oder Start/Ende, km vorausgefülltAutomatisch über GPS-SystemHandschriftlich
FahrtageTageszählung mit Ausnahmen und JahreswechselAutomatischer TageszählerÜbersicht der FahrtageSelbst zählen
ZählerfotoJe Abfahrt und AnkunftAuf Produktseite nicht beschriebenAuf Produktseite nicht beschriebenSeparat möglich
KorrekturenNeue Einträge, Original erhaltenMit Grund und Zeitstempel dokumentiertAnbieter beschreibt manipulationssichere SpeicherungSichtbarer Vermerk
Prüfung durch DritteKette, Belegfotos und ServerstandPDF-ExportPDF-BerichteSichtprüfung
VerkaufAltbuch als Sicherung und PDF, Käufer beginnt neuÜbergabe per CodeAuf Produktseite nicht beschriebenBuch mitgeben
SpeicherungAzure-Konto und Gerät, vollständige DateisicherungLaut Anbieter in ÖsterreichLaut Anbieter auf europäischen ServernPhysisches Buch
Ohne VerbindungEingerichtetes Gerät erfasst weiterAuf Produktseite nicht beschriebenIm Praxistest zu klärenJa

Produktseiten geprüft am 26.10.2026: Rotes Pickerl · Ortungplus. Anbieterangaben sind keine eigene technische Prüfung; nicht beschriebene Funktionen können dennoch existieren. Weitere Lösung für einen Praxistest: Heftl.

Produktvorteile

Warum Plakettl

Zählerstände mit Foto

Die Belegbilder helfen, Tippfehler später nachzuvollziehen. Sie zeigen den Zählerstand, belegen allein aber weder Fahrzeugidentität noch Zeitpunkt.

Nachvollziehbare Historie

Korrekturen und geänderte Fahrzeugangaben werden ergänzt. Der Server prüft neue Einträge und hält ihre Annahmezeit fest.

Sicherung selbst prüfen

Die öffentliche Prüfseite kontrolliert Kette und Fotos im Browser und vergleicht sie mit dem Serverstand. Fehlende Belege und Abweichungen bleiben sichtbar.

Ohne Einbau

Die Web-App nutzt dein Handy. Nach der Einrichtung kannst du auch ohne Netz weiter erfassen; Angaben lassen sich manuell eingeben.

Mitnehmbarer Bestand

Dein Konto synchronisiert Einträge auf weitere Geräte. Zusätzlich kannst du eine vollständige Sicherung samt Fotos speichern. Aufbewahrung und Wiederherstellung müssen im Betrieb abgesichert werden.

Für reale Sonderfälle

Nachträge, Betriebsstunden, mehrtägige Fahrten und Zählerüberläufe werden sichtbar dokumentiert. Die Begutachtungsansicht fasst den relevanten Zeitraum zusammen.

Geschäftsmodell (Vorschlag)

Gratis starten, für Sammler und Partner bezahlen

Ein Freemium-Angebot mit Jahresabo für Sammlungen ist eine Hypothese. Rotes Pickerl verlangt derzeit 29 € pro Jahr für mehrere Fahrzeuge. Welcher Preis zu Plakettl passt, sollen Pilot und Zahlungsbereitschaft zeigen.

  • Privat: ein Fahrzeug als Einstieg, mehrere Fahrzeuge gegebenenfalls als Jahresabo. Speicherung und vollständige Sicherung gehören bereits zum Pilot.
  • Clubs: Lizenz für Mitglieder von Oldtimer-Clubs und Verbänden, mit eigenem Logo im Ausdruck.
  • Versicherungen: Oldtimer-Tarife mit Fahrtage-Limit – ein geprüftes Fahrtenbuch als Nachweis.
  • Prüfstellen: vorhandene Begutachtungsansicht gemeinsam erproben; ein eigener Zugang wäre eine spätere Erweiterung.

Produktstand und nächste Schritte

Vom Prototyp zum erprobten Fahrtenbuch

Der Kernablauf steht. Jetzt zählt, dass Daten auf echten Geräten vollständig erhalten bleiben und das Musterbuch in der Praxis gut prüfbar ist.

Im Produkt umgesetzt
  • Erfassung: Zählerfotos, Kilometer oder Betriebsstunden, Nachträge, tatsächliche Fahrtage und ausgenommene Fahrtarten.
  • Historie: begründete Korrekturen und Fahrzeugänderungen, Genehmigungsdatum und Besitzerangaben.
  • Begutachtung: zwei Vorjahre plus laufendes Jahr, Fahrtagnummern; vollständiges Buch bei Bedarf.
  • Konto und Sicherung: Synchronisation, Konfliktmeldung, vollständiger Export samt Fotos und öffentliche Prüfung.
  • Übergabe: Altbuch als PDF und Sicherung mitgeben; Käufer beginnt im eigenen Konto neu.
Nächster Meilenstein: Pilot
  • Fachliche Abstimmung: Musterbuch und Sonderfälle mit Prüfstelle und BMIMI besprechen. Keine behördliche Anerkennung zugesichert.
  • Echte Geräte: Kamera, OCR, Funkloch, Gerätewechsel und vergessene Ankunft auf iPhone und Android prüfen.
  • Wiederherstellung: Azure-Backup und vollständigen Restore praktisch abnehmen; Aufbewahrung und Support festlegen.
  • Datenschutz im Betrieb: Angaben zu Hosting, Dienstleistern und Aufbewahrung mit der tatsächlichen Einrichtung abgleichen.
  • Nutzen testen: Erfassungsaufwand, Lesbarkeit der Belege und Akzeptanz des Prüfausdrucks beobachten.
Nach dem Pilot entscheiden
  • Jahresabo, Preis und Bezahlfunktion anhand der Zahlungsbereitschaft.
  • Erinnerungen für offene Fahrten und Begutachtung.
  • Club-Angebote, Prüfstellentools und geteilte Fahrerrollen.
  • Eigene Domain, Markenprüfung und gegebenenfalls App Stores.
  • Unabhängiger Zeitstempel, weitere Exporte oder Länder nur bei belegtem Bedarf.

Jetzt ausprobieren

Fahrzeug anlegen, Zähler fotografieren, Fahrtenbuch drucken. Im Pilot sind standardmäßig zehn Fahrten pro Konto möglich; der endgültige Tarif ist offen.